Geistliches Wort

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

aus der Tattooszene sind sie nicht wegzudenken: Die Anker. Vermutlich gehören sie zu einem der ältesten Tattoomotive – nicht nur bei Seefahrern, sondern auch bei Christen! Denn in einem Anker liegt ein Kreuz versteckt. In Zeiten der Verfolgung drückten sie durch dieses Symbol auf dem Arm ihren Glauben aus und waren für andere zu erkennen. Gleichzeitig trugen Christen den Anker als Symbol der Hoffnung mit sich: In Anfechtung und Gefahr erinnerten sie sich an ihre Taufe, sodann an den Gottes Zuspruch, der seit Kindertagen gilt: Gott liebt dich ohne dein eigenes Zutun. Er hält zu dir im Leben und im Sterben und schenkt Deiner Seele Zukunft! Es ist gerade so, wie es der Monatsspruch für Mai aus dem Brief an die Hebräer 6,19 bezeugt:

„Die Hoffnung haben wir als einen sichern und festen Anker unserer Seele.“

Heutzutage ist „Hoffnung“ ein hohes Gut bei allen Menschen. Die Hoffnung am Krankenbett ist genau so ehrlich wie die Hoffnung, im Alter sich bester Gesundheit zu erfreuen. Und wiederum freuen sich junge Menschen, wenn sie gute Schulabschlüsse schaffen oder die Auto- und Motorradprüfung. Hoffnung ist ein Grund das Leben zu lieben und Zukunft zu planen. Betrachtet man allerdings näher dieses wichtige Grundgefühl unserer Zeitgenossen, dann beschreibt es eher das, was der Begriff „Optimismus“ ausdrückt. So ist Opti­mismus eine innere Grundhaltung, die aus einem selbst herauskommt. Oft ist sie anerzogen durch ein Elternhaus, in dem Vertrauen und Liebe stets zugegen war.

Dagegen hat die Hoffnung immer einen Grund. Und zwar einen Grund, der außerhalb von uns Menschen liegt. Und das ist wichtig. Denn gerade, wenn der eigene Optimismus versiegt, lässt eine „Zutat von Außen“ hoffen. Etwa ein Medikament in Krankheit oder ein guter Lehrer mit seiner Pädagogik. In diesem Sinne verbinden Christen die Hoffnung mit Jesus Christus. So hören und verinnerlichen sie seine Worte, vor allem aber verbinden sie ihr eigenes Leben mit Jesu Kreuz und Auferstehung. Auf diese Weise haben sowohl optimistische als auch skeptische Menschen immer das Wort Jesu und sein Geschick als „Zu­tat von Außen“ an ihrer Seite: Keiner muss das „ermutigende, lebensspendende Wort“ in sich selbst suchen und sodann sich selbst zusprechen. Sondern sowohl Optimisten als auch Leidgeprüfte dürfen sich immer von der Hoffnung anstecken lassen um damit ihre eigene Seele zu schmücken. Vielleicht entdecken auch in dieser österlichen Zeit Menschen unsere Gottesdienste und anderen Angebote unserer Kirchgemeinde neu als Möglichkeit, sich in unserer Hoffnung mit Namen Jesus zu verankern?

Namen des Kirchenvorstandes

Ihr Pfarrer Jan Schober

Monatsspruch April

Jesus spricht zu Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ gegeben hat.“

Johannes 20,29

Monatsspruch Mai

Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele.“

Hebräer 6,19

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